Artikel domradio.de vom 3.12.2014

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Artikel bei domradio.de vom 3.12.2014:

GAG integriert das Gebäude in die geplante Wohnbebauung

Mülheimer Kapellchen bleibt erhalten

Die Kapelle an der Holsteinstraße in Köln-Mülheim, in der Nachbarschaft liebevoll „Kapellchen“ genannt, bleibt erhalten. Das ist das Ergebnis der Mehrfachbeauftragung, die die GAG Immobilien AG durchgeführt hat.

Die von den beteiligten Architekten vorgelegten Entwürfe haben gezeigt, dass die geplante Wohnbebauung auch bei einem Erhalt des Gebäudes realisiert werden kann. Das Kloster selbst wird wie geplant abgerissen. „Wir freuen uns, dass wir an dieser Stelle zwei Ziele verwirklichen können – zum einen dringend benötigten, preiswerten Wohnraum zu schaffen, zum anderen einen wichtigen Identifikationspunkt im Veedel in die Bebauung zu integrieren“, erklärte GAG-Vorstandsmitglied Kathrin Möller.

Die Kapelle ist Bestandteil der früheren Klosteranlage der Redemptoristen auf dem knapp 8.700 qm großen Grundstück an der Holsteinstraße. Nachdem der Orden der Redemptoristen sich zur Aufgabe des Klosters entschlossen hatte, bot er das Areal mit allen Gebäuden zum Verkauf an. Die GAG erhielt im Frühjahr den Zuschlag und plant an dieser Stelle eine Wohnbebauung. Vorgesehen sind rund 110 Wohnungen unterschiedlicher Größen, zwei Drittel davon öffentlich gefördert. Baubeginn soll in der ersten Jahreshälfte 2016 sein.
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Beitrag Domradio vom 10.10.2014

Redemptoristen ziehen aus – ein domradio.de-Beitrag von Jan Hendrik Stens.

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Sendedatum: 10.10.2014
Dauer: 4:44 Min.
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MP3-Audio-Datei zum Herunterladen. Quelle: domradio.de

Den vollständige Text finden Sie unter domradio.de/themen/kirche-und-politik/2014-10-10/redemptoristen-koeln-muelheim-werden-verabschiedet

Hier ein Auszug:

[…] Moralische Unterstützung vom Stadtdekanat und vom Erzbistum hat sich die Initiative für den Erhalt der Kapelle bereits geholt. Simone Kretz und Christoph Molitor denken an Friedensgebete, Andachten und andere Gottesdienstformen, die künftig in der Kapelle gefeiert werden sollen, sollte diese erhalten bleiben.

Skeptisch ist hingegen Stefan Wagner, Pfarrer der Gemeinde St. Clemens und Mauritius mit acht Kirchen und weiteren Kapellen in den Stadtteilen Mülheim, Buchheim und Buchforst. Sein pastorales Team sei mit den vielen Gottesdienstorten der Pfarrei schon ausgelastet genug und könne nicht noch zusätzliche Aufgaben übernehmen.

Auf der anderen Seite sieht Pfarrer Wagner eine Chance in der Erhaltung der Kapelle. „Nur dann müssen diejenigen, die für die Erhaltung des Raumes eintreten, von vornherein eine Nutzung des Raumes planen.“ Diejenigen, die bislang an den Sonntagen die Gottesdienste bei den Redemptoristen besucht haben, lädt Wagner freilich auch in die umliegenden Kirchen ein. „Die liegen so nahe beieinander, dass man teilweise schon von Kirchturm zu Kirchturm schauen kann.“

Zukunft noch ungewiss

Wie es also mit der Kapelle des Redemptoristenklosters in Mülheim weitergehen wird, ist ungewiss. Im Endeffekt ist es die GAG, die hier die richtungsweisende Entscheidung treffen wird. Für Pater Wolfgang Gerhard und seine Mitbrüder wird nach dem Abschiedsgottesdienst am Sonntag der Umzug anstehen. […]