Artikel Kölner Wochenspiegel vom 22.10.2014

Artikel Kölner Wochenspiegel vom 22.10.2014:

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Ein letztes Gebet

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Video der Reden im Abschiedsgottesdienst am Sonntag 12.10.2014

Video (Link) der Dankesrede an die Redemptoristen im Abschiedsgottesdienst am Sonntag 12.10.2014:

Für die Interessengemeinschaft Et Kapellche muss blieve sprach Simone Kretz. Text der Rede und Fotos hier.

Feierlicher Abschiedsgottesdienst am 12.10.2014

Am heutigen Sonntag den 12.10.2014 wurde im Kapellche für Pater Wolfgang Gerhard und seine Mitbrüder der Abschiedsgottesdienst gefeiert. Für die Interessengemeinschaft Et Kapellche muss blieve sprach Simone Kretz. Text der Rede siehe unten.

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Liebe Patres, liebe Brüder!

Seit Kriegsende sind Sie bei uns in Mülheim. Erst in der Elisabeth-Breuer-Straße, dann in der Schleswigstraße und dann hier in der Holsteinstraße. Sie haben hier in unserem Mülheim Ihr Kloster gehabt, hier gelebt und in der Kapelle als Gemeinschaft und mit uns Gottesdienst gefeiert. Heute verabschieden Sie sich von Ihrem Kloster, Ihrer Kapelle und von uns. Das tut weh, das macht uns traurig und lässt uns zugleich Dank und Hoffnung formulieren.

Es tat gut, Sie hier bei uns zu haben. Sie waren ein Teil von Mülheim und seinen Menschen. Wir wussten uns bei Ihnen zu Hause. Es sind Beziehungen, ja Freundschaften gewachsen, die unser Selbstverständnis und Leben prägten. Sie konnten zuhören und wo es angefragt und angebracht war, Rat geben. Und wenn es dem Einzelnen hier und da schwer ums Herz war, war es sicher oft ein Trost, einfach zu wissen: die Patres und Brüder sind da.

Eine Ihrer großen Aufgaben aus der Schule Ihres Ordensgründers waren die sogenannten „Volksmissionen“. Da hat sich in den letzten Jahrzehnten sicher viel geändert. Für uns vor den Toren Ihres Mülheimer Klosters waren Sie als Menschen und durch Ihr Leben Missionare und Boten und Zeugen des lebendigen Gottes.

Die Kapelle und Gottesdienste in Ihnen waren Ihre geistliche Mitte. Für uns Mülheimer wurde die Kapelle zu einer stillen Heimat. Sie ist unser Kirchraum, getragen und geistlich gefüllt mit Ihrer Menschennähe und Glaubenstreue. Das hat Wurzeln geschlagen, lieber Konvent und lässt uns dafür einsetzen, dass wenigstens Ihre Kapelle auch in Zukunft ein Ort geistlicher Zuflucht bleiben wird…und wir Sie hier in Gedanken bei uns haben können. Das Kapellchen ist uns ein sichtbares Zeichen des spirituellen Erbes, dass Sie in den vergangenen Jahrzehnten in unseren Herzen aufgebaut haben.

Der heilige Johannes Chrysostomus hat um 400 n.Chr. auf seinem Weg von Konstantinopel in die Verbannung ans hinterste Ende des Schwarzen Meeres seiner verwaisten Gemeinde versichert: „Wo ihr seid, bin ich. Wo ich bin, da seid ihr. „Von uns Mülheimern gilt das zu Ihnen hin, wohin Sie jetzt auch gehen mögen. In unseren Gedanken und Gebeten werden wir Sie nicht vergessen und mit Ihnen sein in unseren Herzen. Gott wird mit Ihnen sein.

Ihnen allen…von uns allen…von ganzem Herzen DANKE!

Beitrag Domradio vom 10.10.2014

Redemptoristen ziehen aus – ein domradio.de-Beitrag von Jan Hendrik Stens.

domradio.de

Sendedatum: 10.10.2014
Dauer: 4:44 Min.
Link zum Artikel

Audio-Beitrag auf der domradio.de-Seite anhören.

MP3-Audio-Datei zum Herunterladen. Quelle: domradio.de

Den vollständige Text finden Sie unter domradio.de/themen/kirche-und-politik/2014-10-10/redemptoristen-koeln-muelheim-werden-verabschiedet

Hier ein Auszug:

[…] Moralische Unterstützung vom Stadtdekanat und vom Erzbistum hat sich die Initiative für den Erhalt der Kapelle bereits geholt. Simone Kretz und Christoph Molitor denken an Friedensgebete, Andachten und andere Gottesdienstformen, die künftig in der Kapelle gefeiert werden sollen, sollte diese erhalten bleiben.

Skeptisch ist hingegen Stefan Wagner, Pfarrer der Gemeinde St. Clemens und Mauritius mit acht Kirchen und weiteren Kapellen in den Stadtteilen Mülheim, Buchheim und Buchforst. Sein pastorales Team sei mit den vielen Gottesdienstorten der Pfarrei schon ausgelastet genug und könne nicht noch zusätzliche Aufgaben übernehmen.

Auf der anderen Seite sieht Pfarrer Wagner eine Chance in der Erhaltung der Kapelle. „Nur dann müssen diejenigen, die für die Erhaltung des Raumes eintreten, von vornherein eine Nutzung des Raumes planen.“ Diejenigen, die bislang an den Sonntagen die Gottesdienste bei den Redemptoristen besucht haben, lädt Wagner freilich auch in die umliegenden Kirchen ein. „Die liegen so nahe beieinander, dass man teilweise schon von Kirchturm zu Kirchturm schauen kann.“

Zukunft noch ungewiss

Wie es also mit der Kapelle des Redemptoristenklosters in Mülheim weitergehen wird, ist ungewiss. Im Endeffekt ist es die GAG, die hier die richtungsweisende Entscheidung treffen wird. Für Pater Wolfgang Gerhard und seine Mitbrüder wird nach dem Abschiedsgottesdienst am Sonntag der Umzug anstehen. […]